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Transgender dürfen ohne OP in Rio starten

Das Internationale Olympische Komitee hat für die Sommerspiele seine Richtlinien bezüglich Trans*Athleten angepasst.

An den Olympischen Sommerspielen in Rio dürfen nun Trans*Athleten teilnehmen, ohne dass sie eine Geschlechtsangleichung vorgenommen haben müssen. Bisher durften nur Athleten teilnehmen, die bereits eine Geschlechtsangleichung und eine Hormontherapie hatten. Nun hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) die entsprechende Richtlinien angepasst.

Transmänner dürfen nun ohne Restriktionen teilnehmen. Transfrauen haben es schwieriger. Sie müssen beweisen können, „dass ihr Testosteron-Level während eines ganzen Jahres vor ihrem Wettkampf in Rio unter dem Grenzwert von 10nmol/L gelegen hat“. Der Testosteron-Level dieser Athletinnen müsse an den Spielen immer unter dem Grenzwert liegen und könne jederzeit getestet werden, teilte das IOK mit. Und wenn sich die Person für das Geschlecht „weiblich“ entschieden habe, könne dieses in den nächsten vier Jahren „für sportliche Zwecke“ nicht gewechselt werden.

Seit 1997 dürfen transsexuelle Athleten an den Olympischen Spielen teilnehmen, jedoch nur mit einer abgeschlossenen geschlechtsangleichenden Operation. Im Mai 2011 wurden die  Richtlinien zum Umgang mit geschlechtsangleichend operierten Sportlern neu geregelt. Während Trans*Männer ohne Weiteres in Männerwettbewerben antreten konnten, konnten bei Trans*Frauen in einer im Einzelnen geregelten Prozedur Hormontests und daraus folgend Hormonbehandlungen verlangt werden, um eine mögliche Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden.

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