Mein Leben

Jessica & Stella – Warum ich zwei Namen habe

Es gibt bestimmt einige unter euch, die etwas verwirrt sind, wenn ich einmal unter dem Namen Jessica und an anderer Stelle als Stella auftrete. Die Erklärung dazu ist einfach: Jessica Spirit ist mein Künstlername und Stella mein Privatname. Viele Jahre hab ich auch Jessica im privaten Bereich genutzt, zu dieser Zeit war ich noch nicht auf der Bühne tätig. Deshalb wird in alten Zeitungsartikeln und Fernsehberichten auch immer nur von Jessica gesprochen. Als ich dann im Carte Blanche begonnen hatte, wurde mein Name zum Künstlernamen umfunktioniert. In dieser Zeit entstanden auch all meine Profile auf YouTube, Facebook, Twitter und Instagram. Meine Webseite geht sogar zurück ins Jahr 2002, fast noch zu meinen Anfängen in der Szene und nach wie vor erfreut sie sich großer Beliebtheit, auch wenn hier inzwischen mehr von Stella gesprochen wird. Ich könnte all meine Profile umnennen, doch hätte ich Angst, dass es meine Follower verwirren würde. Auch wenn vielen bekannt ist, dass ich im richtigen Leben anders heiße, so hat sich der Name Jessica über die Jahre so sehr eingeprägt, dass viele mich heute immer noch so nennen. Egal ob ich gerade auf der Bühne stehe ode privat unterwegs bin. Inzwischen benutze ich Jessica nur noch auf der Bühne, wenn ich als Travestiekünstlerin oder als Katy Perry Double arbeite. Ansonsten benutze ich inzwischen in allen anderen Bereichen meinen richtigen Namen und hoffe, dass er demnächst auch in meinem Ausweis stehen wird.

Die Entstehung meiner Namen

Es ist für Eltern schon schwer, den richtigen Namen zu finden. Schließlich begleitet er das Kind von der Geburt an bis zu seinem Tod. Aber es ist nicht wirklich einfacher, wenn man sich seinen eigenen Namen aussuchen darf. Eigentlich bekommt man ja seinen Künstlernamen als Anfänger meist von anderen. Den Namen Jessica Spirit verdanke ich meiner damaligen Freundin, die meine erste Wahl Alexis Summerfield doof fand, und den Namen zweier Schuhmarken: Yessica und Spirit.
Im Gegensatz zu meinem ersten Namen, haben sich bei der zweiten Namensfindung mehr beteiligt. Es gab viele Vorschläge, von denen mir auch einige ziemlich gut gefallen haben, aber der Name einer Schufreundin hatte es mir dann schließlich angetan: Stella – der Stern. Wer mich kennt, der weiss wie gut der Name passt. Und inzwischen haben sich auch Spitznamen eingebürgert wie „Stracciatella“ oder „Sté“, alle liebgemeint und mit einem Augenzwinkern versehen.

Das Internet vergisst nie

Auch wenn demnächst all meine Dokumente geändert sind, wird mein Geburtsname immer noch, über die Datenautobahnen zu finden sein. Ich möchte eigentlich auch gar nicht meine Vergangenheit beseitigen, denn schließlich gehört sie zu mir. So wie mein erster Name. Es wäre auch quatsch, all das zu vernichten, denn schließlich lebe ich schon viel zu lange offen mit diesem Thema. Aber trotzdem werde ich glücklich sein, wenn mich alle nur noch Stella nennen.

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