Mein Leben

Das erste Mal im Bikini

Auch wenn mein Job mir viel abverlangt und zeitweise auch ziemlich stressig ist, so gibt er mir auch die Möglichkeit Dinge zu erleben, die ich vielleicht nie erlebt hätte. Und so bekam ich die Chance im Mai und im Juni für mehrere Wochen in Thailand zu arbeiten. Zwar dieses Mal nicht auf der Bühne, dafür aber in dem Schneideratelier welches die Kostüme für die neue Show des Carte Blanche erstellt. Mein zweiter langer Flug, wie hab ich mich darauf gefreut nach dem ich dann letztes Jahr Blut geleckt habe und in einem Jahr mehr geflogen bin als in meinem ganzen Leben bis dahin.

Also jede Menge Mädel Sachen eingepackt und los gings. Zu Bangkok selbst: Genau wie Manila eine Stadt die niemals zu schlafen scheint. Und die sommerlichen Temperaturen, am Tag bis zu 36 Grad und in der Nacht nie unter 26 Grad, weckten sofort Erinnerungen an die Philippinen. Doch im Gegensatz dazu gab es nur an zwei Tagen Regen, wobei das eher ein leichter Regenschauer war. Nicht zu vergleichen mit dem Taifun. Dummer Weise war ich mal wieder nicht zum Vergnügen gereist sondern zum Arbeiten. Eine Sache, die ich in Zukunft dringend ändern sollte.

Aber trotz der vielen Arbeit gab es natürlich auch Zeit zum Entspannen. Das Wochenende wurde in Pattaya verbracht, inklusive zwei Tage Strand und Besuch der berühmten Ladyboyshows. Auf den Strand freute ich mich am Meisten. Auch wenn ich inzwischen jede Menge Bikinis und Badeanzüge hab, so gab es nie eine Gelegenheit sie auszuprobieren. Und welcher Ort, als Thailand mit all den Ladyboys, würde sich dafür besser anbieten. Und in einem fremden Land sind erste Schritte sowieso immer einfacher.

Und was soll ich sagen: Ich hab mich puddelwohl gefühlt. Auch wenn meine Brust nicht einmal ansatzweise die Körbchen ausfüllte und ich untenherum kaschieren musste. Aber der Profi weiss ja wie es geht. Etwas was ich ständig zu hören bekam und was mich sehr stolz machte war: su-ay (schön). Das war aber auch leider das einzige was ich auf thailändisch lernte, trotz das ich über drei Wochen da war.

Am Abend ging es dann noch in das berühmt berüchtigte „Tiffany’s“. Dort gab es eine perfekte Show mit perfekten Mädels. Für meine Begriffe leider zu perfekt. Einen Abend später gab es eine etwas kleinere Show in einer Bar mit freiem Eintritt. Alles im kleinen Kreis, weniger aufwändig. Eine Show die mich mehr mitgerissen hat, auch wegen kleiner Fehler die passierten. So sah man diesen Künstlern an das sie Spaß an ihrer Arbeit hatten und ich finde das ist ein ganz wichtiger Teil der Arbeit.

pattaya

tiffanys

Den Großteil meiner Zeit verbrachte ich aber mit arbeiten. Das hieß Kostüme entwerfen, Stoffe und Zubehör kaufen und die Produktion überwachen. Aber nur zuschauen ist langweilig, also hab ich kurzer Hand mitgeholfen und somit gleich noch neue „Nähskills“ gelernt, beim Kleider besticken und Kappen bauen und gestalten. Für mehr Kultur hat es leider nicht gereicht, deshalb muss ich das auf jeden Fall in Zukunft noch mal wiederholen. Aber so im Ganzen war es eine tolle Erfahrung.

hotelzimmer

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